Das Fremdwort 2009
Alle wählen Wörter des Jahres — wir auch! Nennen Sie uns in den Kommentaren auf dieser Seite Ihre Kandidaten für das Schönste Fremdwort des Jahres und geben Sie eine kurze Begründung. Egal, ob es sich um ein ästhetisch bemerkenswert befriedigendes, ein kommunikativ einzigartig effektives oder zwischenmenschlich außergewöhlich ansprechendes Wort handelt — jede Begründung zählt.
Eine Jury aus von mir noch zu bennenden Sprachbloggern wird eine Vorauswahl treffen, aus der dann per Online-Abstimmung der Sieger gewählt wird.
Zu Gewinnen gibt es nichts, aber bei einer entsprechend beeindruckenden Beteiligung werde ich die Pressestelle der Universität Bremen überreden, das Ergebnis per offizieller Presseerklärung bekanntzugeben.


Alberto Green hat geschrieben:
Mein Liebling ist und bleibt die gute alte Anaptyxe. (oder Haplogie als Scherz für Klugscheißer)
Am 2. Dezember 2009 um 20:17 Uhr | Permalink
Hansi hat geschrieben:
Mein schönstes Fremdwort ist unbedingt slow motion, weil es das deutsche Eigenwort, Zeitlupe, als das entlarvt, was es ist, nämlich ein lächerliches. Zeit unter der Lupe, wo gibt’s denn so was! Slow motion hingegen ist unbedingt richtig, das kann auch jeder im Fernshehen sehen. Wenn es dort gaaanz langsam zugeht, ist die motion slow.
Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass wir gar nicht genug Fremdwörter im Deutschen haben können.
Am 2. Dezember 2009 um 20:19 Uhr | Permalink
Andy hat geschrieben:
Also meiner Meinung nach ist Zeitlupe ein geniales Wort - aber sie können es auch gerne blöd finden.
Mein schönstes Fremdwort - so auf die schnelle - ist “ad hoc”, weil ich lange keine Ahnung hatte, was das sollte und ich dazu noch dachte, dass es aus dem Englischen kommt.
Am 2. Dezember 2009 um 21:29 Uhr | Permalink
Andy hat geschrieben:
Ach so, dazu noch “googeln”, häufig benutzt und dazu einfach “neu” (seit dem Internetzeitalter).
Am 2. Dezember 2009 um 21:31 Uhr | Permalink
Umphadumpha hat geschrieben:
serendipity
Weil es im Marketing gerade trendy wird (Beleg: http://www.sociovision.de/loesungen/trendforschung.html ; neben Wellfit und anderen), meiner Meinung nach in jeder Sprache völlig unnötig ist, aber im Deutschen trotzdem nur umständlich umschrieben werden kann.
Ich wäre gespannt auf VDS-Vorschläge.
Am 2. Dezember 2009 um 23:12 Uhr | Permalink
suz hat geschrieben:
Ich werfe “Moin” in den Raum.
1. Weil es regional begrenzt ist und da die vermuteten Ursprungssprache(n) für die meisten von uns Fremdsprachen sind (Friesisch, Niederdeutsch, Dänisch, Hamburger Platt etc pp.)
2. (aus 1 folgend) Weil die korrekte Verwendung von Moin südlich des in 1. genannten Sprachraums viele Menschen vor unlösbare Probleme stellt (”Du kannst doch um 12 mittags nicht mehr Guten Morgen wünschen!”).
3. Weil es die einzig mögliche Antwort auf das Anglizismen-überfluten-unsere-Sprache-Geschwafel ist: Man erkennt Moin ja nicht mehr so ohne weiteres als Fremdwort, hat aber mit der Wortbedeutung Probleme. Ergo wird’s die Sprachnörgler vor unlösbare Satireprobleme stellen (”Äh, Moin ein Fremdwort?”). Und das sollte uns der Spaß wert sein (davon ausgehend, dass die Suche hier auch nicht bierernst gemeint ist).
4. Weil es eine neue Entwicklung ist, dass Moin auch in Sprachräumen jenseits der in 1. genannten Sprachräume verstanden und genutzt wird.
5. Weil es kommunikativ einzigartig effektiv ist: Wie kann man anders prägnant “Guten Morgen/Tag/Abend, Hallo, Wie geht’s dir? Mir gehts gut, schön, dich zu sehen!” sagen, als mit Moin?
Am 2. Dezember 2009 um 23:41 Uhr | Permalink
Frank Oswalt hat geschrieben:
Für mich its “Smartphone” das Fremdwort des Jahres. Es existiert schon seit ein paar Jahren, aber mir kommt es so vor, als ob es 2009 häufiger verwendet wurde und Google-News bestätigt meinen Eindruck: http://news.google.de/archivesearch?q=%22smartphone%22&btnG=Archiv-Suche&scoring=t
Ein gutes deutsches Wort gibt es nicht, wenn man “Klugfon” nicht mitzählt.
Am 3. Dezember 2009 um 00:27 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Ich hatte das so verstanden, dass das Fremdwort auch irgendwas mit dem Jahr 2009 zu tun haben muss, also z.B. hier zuerst oder vermehrt aufgetreten sein. Wenn diese Annahme richtig ist, stimme ich für:
twittern
Es ist kurz, prägnant, beschreibt ein popkulturelles Phänomen, das sich steigender Beliebtheit erfreut und wird, vorausgesetzt das Phänomen hält sich, vermutlich auch in den Regelgebrauch übernommen werden.
Es klingt gut, obwohl die Lautfolge /tv/ im Deutschen sonst nicht vorkommt, und lässt sich schön ins Paradigma einfügen (twitterte, getwittert usw.) - kurzum: eine prima Ergänzung!
Am 3. Dezember 2009 um 00:38 Uhr | Permalink
Umphadumpha hat geschrieben:
“Es klingt gut, obwohl die Lautfolge /tv/ im Deutschen sonst nicht vorkommt,”
Ich habe wenig Ahnung von norddeutschen Dialekten und kenne das Wort nur durch geschriebene Texte, aber die Lautfolge in “Twete” (= ein kleines Gässchen, schmaler Durchgang) erscheint mir ähnlich.
Nur aus Interesse: Liege ich das richtig?
Am 3. Dezember 2009 um 02:10 Uhr | Permalink
Bue hat geschrieben:
Anglizismus, weil er sonst ausstirbt.
Am 3. Dezember 2009 um 09:15 Uhr | Permalink
Sandra Z. hat geschrieben:
Ich nominiere Prekariat, weil immer mehr über uns geredet und immer weniger für uns getan wird.
Am 3. Dezember 2009 um 14:01 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
Ein weiterer Vorschlag von mir ist Handy.
1. Unschlagbar, genial, weil es ein selbstgemachtes Fremdwort ist! Das muss uns erst mal jemand nachmachen! 2. Wir importieren nicht mehr, wir machen uns autark!
Am 3. Dezember 2009 um 14:51 Uhr | Permalink
Peer hat geschrieben:
“Äquidistant” weil der einzige Grundf warum Mathematiker es benutzen ist, dass es mathematischer als “gleich lang” klingt.
Am 3. Dezember 2009 um 15:16 Uhr | Permalink
ohno hat geschrieben:
“Äquidistant” heißt natürlich nicht “gleich lang”.
Ansonsten: Friseur. Schön alt, ehrwürdig und mit Bezug zu 2009 - ich war schließlich minzens 10mal da.
Am 3. Dezember 2009 um 16:26 Uhr | Permalink
Andy hat geschrieben:
Ja, mathematische Begriffe könnte man auch nehmen, die Mathematik ist ja eh wie eine eigene Sprache. Dann schlage ich Diffeomorphismus vor.
Am 3. Dezember 2009 um 16:30 Uhr | Permalink
Wolfgang Hömig-Groß hat geschrieben:
Ich schlage Katasyllogismus vor. Ich vergesse zwar immer wieder, was es bedeutet, aber das Wort ist sooo kompliziert, dass ich es als Fremdwortplatzhalter benutze, wenn mir grad das richtige nicht einfällt.
Und, falls zusammengesetzte Begriffe gestattet sind, auch noch die “globale Weltwirtschaftskrise”.
Am 3. Dezember 2009 um 16:46 Uhr | Permalink
Peer hat geschrieben:
Ja sorry, hätte natürlich “gleich weit voneinender entfernt” sein müssen - Wird aber immer in Bezug auf “Aufteilen in Äquidistante Teilstücke” benutzt und in dieser Verwendung macht das praktisch kein Unterschied
Der Begriff ist aber so oder so ein Beispiel für -äh was heißt “Sprachliche Unterwürfigkeit” auf Latein? - das schon die alten Römer bei den Germanen belächelt haben.
Am 3. Dezember 2009 um 18:59 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Welches dieser Wörter empfinden Sie davon noch als echtes Fremdwort? Davon abgesehen bezweifle ich, dass das ein feststehender Begriff ist - zumal global und Welt- gehäuft irgendwie ziemlich unsinnig sind.
Am 3. Dezember 2009 um 19:54 Uhr | Permalink
Wolfgang Hömig-Groß hat geschrieben:
@Gareth: Tja, das deutet auf eine von mir zum Zeitpunkt des Postings noch nicht entschiedene Gewissensfrage: Suchen wir hier ein wirklich schönes Fremdwort oder geht es auch darum, alberne, falsch verwendete und und falsch gebildete Fremdwörter aufs Korn zu nehmen? Ich hatte mich für letzteres entschieden und in diesem Geiste sind meine Vorschläge gemeint und gemacht, der Unsinn hat also Sinn.
Am 4. Dezember 2009 um 10:13 Uhr | Permalink
polone hat geschrieben:
Ich nominiere das Wortpaar Input/Output, denn eine deutsche Umschreibung dieses Sachverhalts ist ziemlich mühsam: “Das, was man hineingetan hat bzw. herausbekommt.” Systemtheorie in zwei Wörtern! Ich finde das sehr praktisch. Lieben Gruß.
Am 4. Dezember 2009 um 11:14 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
@Wolfgang: Es gibt schon so viele Leute, die ihre Zeit damit verschwenden, sich über “falschen” Fremdwortgebrauch lustig zu machen, dabei gibt es jedes jahr zahlreiche tolle Neuimporte aus anderen Sprachen. Davon sollte es hier noch viel mehr Nominierungen geben!
Am 4. Dezember 2009 um 13:10 Uhr | Permalink
Anatol Stefanowitsch hat geschrieben:
Wolfgang Hömig-Groß, Gareth, ob lustig, albern, toll oder nützlich, alles ist erlaubt, solange es nur ein Fremdwort ist.
Es darf einen aktuellen Bezug haben oder es kann ein Fremdwort sein, das endlich einmal gewürdigt werden muss. Vielleicht machen wir auch zwei Kategorien: 1. Das schönste aktuelle Fremdwort und 2. Ein(e) Lifetime-Achievement-Award für ein dauerhaft nützliches/schönes/albernes/… Fremdwort.
Zunächst brauchen wir eins: viele Nominierungen!
Am 4. Dezember 2009 um 15:08 Uhr | Permalink
Hansi hat geschrieben:
Lustig, albern, nutzlos oder doll - hier ist es zu finden:
UBS Dictionary of Banking
http://www.ubs.com/1/e/about/bterms.html
Aktuelle Bezüge, wohin man auch schaut. Gewürdigt werden müsste unbedingt bad bank - als schönstes aktuelles und dauerhaft bleibendes Fremdwort.
Am 4. Dezember 2009 um 19:28 Uhr | Permalink
Nörgler hat geschrieben:
@polone:
Wie ist es denn mit Eingabe/Ausgabe? Das ist doch nicht “mühsam”, sondern genauso kurz wie Input/Output und in der IT schon seit langem gängig.
Am 5. Dezember 2009 um 08:46 Uhr | Permalink
Lothar Lemnitzer hat geschrieben:
Mein Liebling ist “Smirting”. Es regt meine Phantasie als Nichtraucher an, was da wohl so passiert. Ist aber schon aus dem Jahr 2008.
Am 5. Dezember 2009 um 13:37 Uhr | Permalink
Till hat geschrieben:
In den Zeiten der absoluten Beschleunigung von Bildungsstreiks kann’s eigentlich nur das Fremdwortpaar Bachelor-Master sein, dem offensichtlich mehr sprachlicher Erfolg beschieden ist als Baccalaureaten und Magisterabschlüssen.
Am 6. Dezember 2009 um 14:09 Uhr | Permalink
aljosha hat geschrieben:
Klausi hat geschrieben:
Ein weiterer Vorschlag von mir ist Handy.
1. Unschlagbar, genial, weil es ein selbstgemachtes Fremdwort ist! Das muss uns erst mal jemand nachmachen! 2. Wir importieren nicht mehr, wir machen uns autark!
Und nun Übernehmen es die Engländer. Ein selbstgemachtes fremdwort wo es in dem VERMEINTLICHEN herkunftsland übernommen wird
Am 6. Dezember 2009 um 15:49 Uhr | Permalink
Armin hat geschrieben:
Wo uebernehmen die Englaender “Handy”? Hast Du da irgendwelche Belege fuer? Habe ich naemlich noch nicht mitbekommen, ich hoere immer nur mobile (oder auch mobile phone), handy als Bezeichnung fuer ein Telefon ist mir noch nicht untergekommen.
Am 6. Dezember 2009 um 16:16 Uhr | Permalink
viola hat geschrieben:
in unserer abteilung erfreuen wir uns seit einiger zeit am wort ambiguitätstoleranz, verknappt erläuterbar mit “sich alles schönreden können”. macht die arbeit im büro oft etwas einfacher - solange man nicht am ambiguitätsdefizitsyndrom leidet ..
Am 6. Dezember 2009 um 19:35 Uhr | Permalink
viola hat geschrieben:
oh, sorry, das syndrom heißt ambiguitätstoleranzdefizitsyndrom. für einen sonntag abend offensichtlich zu kompliziert.
Am 6. Dezember 2009 um 19:36 Uhr | Permalink
Thidrek hat geschrieben:
Aus der Linguistik gefallen mir Counterbleeding und Counterfeeding.
Etwas allgemeiner gefällt mir das Wasser mit Gas sehr gut, auch wenn’s eher eine Lehnübersetzung ist
Am 6. Dezember 2009 um 19:43 Uhr | Permalink
polone hat geschrieben:
@Nörgler: Ich finde, “Eingabe/Ausgabe” trifft es nicht, das hört sich viel zu technisch an! Dabei ist die Systemtheorie in ALLEN Lebensbereichen zu finden. Mir ist der Input/Output von Chomskys Spracherwerbstheorie her geläufig und es ist wohl nicht äquivalent, ob wir sagen: “Das Kind hatte eine mangelhafte Eingabe.” oder “Das Kind hatte einen mangelhaften Input.” Kinder sind ja keine Automaten. Ich bleibe bei meiner Nominierung, weil ich finde, neue Wörter sollen potent sein, neunen (komplexen) Inhalt zu transportieren. Voilà!
Am 6. Dezember 2009 um 19:54 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Ich kenne handy im Englischen statt mobile auch nur von Engländern, die in Deutschland leben und es in ihren Sprachgebrauch eingebaut haben, weil sie es so amüsant finden.
Am 7. Dezember 2009 um 00:08 Uhr | Permalink
kolophonium hat geschrieben:
#23: “bad bank”: Das erinnert mich daran, wie der Begriff plötzlich gehäuft in den Zeitungen auftauchte (oft auch “Bad Bank” geschrieben) - ich dachte zunächst an eine Art Kurort für Kreditinstitute, bis ich das Wort das erste Mal im Radio hörte…
Am 7. Dezember 2009 um 13:43 Uhr | Permalink
moi hat geschrieben:
roadblock
weil es mir schon gehörig auf die Nerven ging, jeden Tag zehnmal das Wort “showstopper” hören zu müssen.
Am 7. Dezember 2009 um 17:18 Uhr | Permalink
moi hat geschrieben:
@Wolfgang Hönisch-Groß
“globale Weltwirtschaftskrise”
Leider kein Fremdwort:
Der größte anzunehmende Super-GAU.
Am 7. Dezember 2009 um 17:23 Uhr | Permalink
suz hat geschrieben:
@Gareth: die Engländer und Amerikaner kenne ich auch. Deren Hauptmotivation für die Verwendung von handy liegt aber durchaus auch in der Bedeutung von “nützlich”. Das haben auch einige Australier in meinem Bekanntenkreis übernommen, die nie in Deutschland waren. Von daher…
Am 7. Dezember 2009 um 18:37 Uhr | Permalink
Torsten Gaitzsch hat geschrieben:
Ich finde, das Wort fail muss endlich mal gewürdigt werden. Man kann dieses der Internetkultur (s. failblog.org) entstammende Trendwort nicht einfach mit “Versagen, Panne” übersetzen - es ist mehr als das. Die genauen Konnotationen kann ich nicht beschreiben, aber letztes Jahr ist es in meinen aktiven Wortschatz gelangt. (Manche fails sind so epic, dass sie einen facepalm hervorrufen …)
Am 8. Dezember 2009 um 18:00 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
Komisch, was einem so alles beim Stichwort “Schönstes Fremdwort” einfällt. Zum Beispiel Hypo Real Estate.
Klingt nach Großmarkt (”Real”), ist aber keiner. Und bei “Hypo” klingt sogar der Steigerungsversuch (Hyper) von “Super”(-Markt) durch. Die HRE ist in Wahrheit aber eine Bank. Sogar eine mit Bad/b>! Wer hätte das gedacht!
Deshalb hat sie die Ernennung zum Fremdwort des Jahres verdient.
Am 9. Dezember 2009 um 19:18 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Niemand muss Griechischkenntnisse haben, aber dann sollte man auch nicht neunmalklug daherreden. Hypo- ist als Präfix genau das Gegenteil von hyper- vgl. Hypotension/Hypertension (zu niedriger/hoher Blutdruck), Hypothyreose/Hyperthyreose (Schilddrüsen-über/unter-funktion) etc.
Ganz abgesehen davon, dass das hier gar nicht als Präfix gemeint ist, sondern als Abkürzung für Hypothek bzw. Hypothekenbank steht. Fürs nächste Mal empfehle ich, zumindest Wikipedia zu konsultieren.
Am 9. Dezember 2009 um 20:34 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
An Gareth:
Sie haben völlig recht, bei Fremdwörtern kann man ganz schnell danebenliegen, nicht nur bei griechischen.
Und demnächst schreibe ich für Sie Vorsicht, Satire! über derartige Beiträge von mir. Versprochen!
Am 10. Dezember 2009 um 11:36 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Satire erkenne ich meist nur dann, wenn witzige Anhaltspunkte vorliegen. Mein Fehler.
Am 10. Dezember 2009 um 18:22 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
An Gareth:
Nein, nein - mein Fehler! Der Witz war nicht deftig genug, deshalb auch nicht für jedermann sofort als solcher erkennbar.
Am 10. Dezember 2009 um 20:41 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
Ein Fremdwort - ein fremdes Wort also - kann, muss aber nicht zwangsläufig ein Lehnwort aus einer anderen Sprache sein, nein, es gibt auch Worte im Deutschen, die selbst uns Muttersprachlern spanisch vorkommen.
“Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz” fällt darunter, wobei mich
“Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung” doch noch etwas mehr befremdet als das erste Beispiel.
Ob so etwas nominierbar ist, weiß ich allerdings nicht.
Für Gareth: Das ist wieder so etwas ohne witzige Anhaltspunkte.
Am 10. Dezember 2009 um 23:26 Uhr | Permalink
suz hat geschrieben:
Aber mal bei der Wahrheit bleiben, Klausi… “Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung” begegnest man doch höchstens in Pressemeldungen über das längste offiziell genutzte Wort der deutschen (äh, Juristen-) Sprache, oder?
Am 11. Dezember 2009 um 01:28 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
Klar doch, reines Beamtenjuristenbenutzungshochdeutsch.
Am 11. Dezember 2009 um 09:40 Uhr | Permalink
schall und rauch hat geschrieben:
Ich schlage das wahrscheinlich gängige suboptimal vor, ein Euphemismus für “völlig in die Hose gegangen”.
Am 20. Dezember 2009 um 13:31 Uhr | Permalink
physik hat geschrieben:
Mein Vorschlag:
“Phishing”
Begründung: Das Wort klingt gut, lässt sich hervorragend aussprechen und die bildhafte Bedeutung (ins Netz gehen) liegt so schön nahe an der Wortherkunft/dem Wortstamm und wird auch noch lautmalerisch unterstrichen. Nicht zuletzt wird dieses Wort aktiv verwendet und unterliegt wahrscheinlich keinem Mode-Trend (wie z.B. “Second Life” - von dem man inzwischen nichts mehr hört). Stattdessen ist davon auszugehen, dass in Zukunft Phishing-Seiten genauso alltäglich werden wie “Spam”
Am 21. Dezember 2009 um 15:48 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
Alles mit ing am Ende klingt irgendwie gut, deshalb könnte man auch gleich die Endung ing vorschlagen.
Am 21. Dezember 2009 um 20:06 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Das hat zwar nur begrenzt was mit der Wahl hier zu tun, aber egal: Nachdem die niederländische Sprachvereinigung Onze Taal ja ganz unsprachpuristisch das Wort twitteren zum Wort des Jahres gekürt hatte, hat die niederländische Web-Bevölkerung jetzt übrigens nachgezogen:
(Übersetzung: Vom 7. bis zum 16. Dezember konnte für die zehn nominierten Wörter für das offizielle Wort des Jahres 2009 gestimmt werden. Auf Webseiten und Blogs, in Newsgroups und Fernsehsendungen wurde in den vergangenen Wochen oft und viel über die nominierten Wörter diskutiert. Etwa 20.000 Menschen habe diese Seite besucht und ca. 6.500 Menschen haben ihre Stimme hinterlassen. Mit 19% der Stimmen ist ontvrienden Sieger dieses Votings und geht als offizielles Wort des Jahres 2009 in die Geschichte ein.)
Das Verb ontvrienden ist eine direkte Lehnübersetzung des englischen Verbs unfriend, welches vor kurzem auch in den USA durch die Presse ging. Hier wäre doch jetzt die Kreativität der Aktion Lebendiges Deutsch gefragt, eine eigene Lehnübersetzung zu kreieren, die dann vielleicht sogar ausnahmsweise eher die Runde macht als ihr englisches Pendant.
Und jetzt schreit bitte niemand, dass wir mit die Freundschaft kündigen schon ein Äquivalent hätten.
Am 28. Dezember 2009 um 17:02 Uhr | Permalink
Nörgler hat geschrieben:
@Gareth:
Meinen Sie wirklich, die Aktion Lebendiges Deutsch sei so grenzenlos blöd, daß sie es den Holländern nicht einfach nachmachen könnte?
Am 28. Dezember 2009 um 20:23 Uhr | Permalink
Gareth hat geschrieben:
Nörgler, die Erfahrung lehrt mich, dass ich auf alles gefasst sein muss.
Am 28. Dezember 2009 um 20:26 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
“Entfreunden”. “Entfeinden” wäre das Gegenteil. Geht beides. Klingt kabarettistisch.
“Die Freundschaft kündigen” bzw. “Freundschaft schließen” ist natürlich um Längen eleganter ausgedrückt.
Am 28. Dezember 2009 um 23:11 Uhr | Permalink
Klausi hat geschrieben:
Läuft der Wettbewerb noch?
Falls ja, hätte ich noch einen Vorschlag. Dabei geht es mir um einen Fachbegriff, der langsam wieder in Vergessenheit zu geraten droht, was ich aber verhindern möchte, nämlich water boarding.
Ich schlage ihn für die Kategorie “zwischenmenschlich außergewöhnlich ansprechendes Wort” vor. “Kommunikativ einzigartig effektiv” ginge aber auch.
Am 14. Januar 2010 um 23:18 Uhr | Permalink
Kasi hat geschrieben:
Das “schönste” Fremdwort muss offenbar das sein, was in der Öffentlichkeit am liebsten benutzt wird und folglich am häufigsten zu finden ist. Dies ist eindeutig das Wort “SALE”. In 95% aller Schaufenster ist es zu lesen.
Schade, ich habe diese Seite erst heute gefunden und der Wettbewerb ist wohl längst beendet.
Am 16. April 2010 um 22:15 Uhr | Permalink