Bremer Sprachblog im Jahr der Sprachen

Mein Kollege Thomas Stolz hat hier gestern über das Jahr der Sprachen geschrieben, das die Vereinten Nationen ausgerufen haben und das heute, am Internationalen Tag der Muttersprache, beginnt. Er hat über die Schwierigkeiten geschrieben, angesichts schrumpfender Etats eine sinnvolle Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um beispielsweise auf das rasante Sprachsterben hinzuweisen, das uns hier im Sprachblog schon des öfteren beschäftigt hat.

In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass ich noch gar keine offizielle Stellungnahme dazu abgegeben habe, ob das Bremer Sprachblog, das ich ja im Rahmen des Jahres der Geisteswissenschaften 2007 ins Leben gerufen habe, in diesem Jahr weiter betrieben werden soll und kann. Das hole ich hiermit nach: ja, das Bremer Sprachblog wird auch in diesem Jahr Themen rund um die Sprache aufgreifen und kommentieren. Ich werde versuchen, verstärkt die Themen zu behandeln, für die die Vereinten Nationen sich im Jahr der Sprachen eine verstärkte Aufmerksamkeit wünschen:

Die Erhaltung sprachlicher Vielfalt, der Schutz gefährdeter und indigener Sprachen, Sprache als Mittel für Dialog und Integration und die Förderung mehrsprachiger Ausbildung sind Ziele dieses Internationalen Jahres. [Unesco]

Zu etwas leichter bekömmlichen Themen werde ich übrigens diesen Sonntag im ZDF in der Sendung sonntags zu sehen sein: „Denglish nervt — von Worten und Unworten“ und „Schwäbisch isch sauguod — Von der Lust am Dialekt“. Die Sendung ist allerdings nur etwas für Frühaufsteher, sie läuft am Sonntagmorgen von 9:00 bis 9:30.

6 Kommentare zu „Bremer Sprachblog im Jahr der Sprachen“

  1. “das Bremer Sprachblog wird auch in diesem Jahr Themen rund um die Sprache aufgreifen und kommentieren”
    Das freut mich ungemein, eine Sorge weniger in diesem ansonsten sorgenreichen Leben. Doch höre ich richtig das leise Signal zwischen den Wörtern, dass dann 2009 endgültig Schluss mit lustig ist?

  2. Prima, ich habe mein Festplattenaufzeichnungsgerät (DAS Gerät für Langschläfer) schon angewiesen, die Sendung aufzuzeichnen…

  3. Herr Hömig-Groß,

    Doch höre ich richtig das leise Signal zwischen den Wörtern, dass dann 2009 endgültig Schluss mit lustig ist?

    Eher das leise Signal, dass ich nicht weiß, was die Zukunft bringt, und mir deshalb gerne alle Optionen offenhalte…

  4. DAS, Herr Stefanowitsch, kann ich gut verstehen. Ich weiß noch nicht mal ob ich wissen möchte, was mir die Zukunft bringt …

  5. Wie ärgerlich, den TV-Beitrag habe ich nun doch verpasst. Lässt er sich online irgendwo ansehen?

  6. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true (leider bisher nur als ganze Sendung, nicht als Beitrag)

Dies ist eine archivierte Seite des Bremer Sprachblogs, das von 2007 bis 2010 betrieben wurde. Anatol Stefanowitsch bloggt jetzt hier zu Themen rund um Sprache und Sprachen.