Glanzlichter und trübe Tassen

Die Aktion Lebendiges Deutsch hatte ja bei der Hausaufgabe für den letzten Monat die gewünschte Lösung gleich mitgeliefert:

Was ist ein „Highlight“? Ein Höhepunkt, ein Glanzlicht? Wir bitten um Meinungen und Vorschläge.

Am Wochenende haben wir nun erfahren, welchen der eigenen Vorschläge die vier trüben Tassen zum Sieger erklärt haben:

Unter den 288 Vorschlägen für „Highlight“ hat sich die Jury für „Glanzlicht“ entschieden.

In diesem Monat dürfen die Teilnehmer der Aktion aber wieder selber denken:

Was ist ein „Jackpot“? Wir bitten um Meinungen und Vorschläge.

Ein Gewinntopf. Aber bitte nicht weitersagen, sonst kommt am Ende noch jemand darauf, das die ganze Aktion langsam aber sicher überflüssig wird.

13 Kommentare zu „Glanzlichter und trübe Tassen“

  1. Da ich in meiner Jugend im Englischunterricht noch genötigt wurde, Jack mit “Hans” zu übersetzen, wäre mein Vorschlag “Hanstopf”. Die Volksetymologie liefere ich gleich mit: Das ist die umgangssprachliche Verkürzung von “Hans-im-Glück-Topf”. Et voila …

  2. Die Aktion ist so albern wie der ganze Verein. Ein Jackpot ist ein Jackpot weil man ihn beim Draw-Poker (mein Vorschlag für das nächste einzudeutschende Wort) zuerst mit den Jacks gewonnen hätte. Wenn man den Jackpot also übersetzen will, landet man beim hochpeinlichen “Bubentopf”

  3. Vielleicht, ramses, sollten wir mit einem ‘Bubitöpfchen’ ins Rennen gehen …

  4. Lieber Ramses, die Vorlage greife ich gerne auf, allerdings mit DEUTSCHEM Kartenblatt: “Untertopf”!
    Wobei ich nicht weiß, ob der nun hochpeinlich oder hochnotpeinlich ist…

  5. “Bubitöpfchen” gefällt mir. Vielleicht würde das sogar den einen oder anderen Spielsüchtigen läutern.

    “Untertopf” versteh ich nicht. Skat? Doppelkopf?

  6. Ich leide jedes Mal, wenn ich höre, dass der Jackpot “geknackt” wird. Müsste ein Topf nicht wenigstens zertöppert werden?
    Oder, wenn es nur 5 Richtige waren, verbeult?

  7. @Ramses: Im deutschen Blatt (darunter tut es der Verein ja nicht) heißen die Buben “Unter”.

  8. Lieber Wolfgang Hömig-Groß, danke für den Beistand bezüglich des “Unter”.
    Ich finde es gar erschröcklich, dass wir das deutsche Kartenblatt auch noch erklären müssen :-)
    Lateinische Buchstaben, arabische Ziffern und dann kennt keine die deutschen Karten…
    Liebe Grüße, Ulf

  9. Ich danke auch für die Aufklärung und küre den “Untertopf” hiemit zu meinem absoluten Top-Favoriten. Unschlagbar.

  10. Lieber Ramses,
    danke!
    Ob ich Chancen hätte beim “richtigen” Wettbewerb? Fragen….
    LG, Ulf

  11. Wie traurig, daß selbst die deutschen Linguisten und Sprachforscher schon der Meinung sind, daß solche Projekte überflüssig seien.
    Wenn wir schon solche Linguisten haben, wie soll dann erst der Rest des Volkes reden?

    Hier sind einfach nur die Antiwichtigtuerwichtigtuer vereint. Im Endeffekt dasselbe in grün, was eigentlich kritisiert werden soll.

  12. Linguisten erforschen, wie die Leute reden. Nicht umgekehrt.

    Und, nein, für Highlight gibt es keine passende Übersetzung. Sowas kommt vor. Auf Englisch gibt es kein Wort für “leise”…

  13. @David es gibt sogar ziemlich viele.

    http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=on&chinese=both&pinyin=diacritic&search=leise&relink=on

    Gemeint ist vermutlich, dass es kein einzelnes Wort gibt, dass das gesamte Bedeutungsspektrum abdeckt. In diesem Fall ist die Aussage trivial und trifft auf sicher 99% unseres Wortschatzes zu.

Dies ist eine archivierte Seite des Bremer Sprachblogs, das von 2007 bis 2010 betrieben wurde. Anatol Stefanowitsch bloggt jetzt hier zu Themen rund um Sprache und Sprachen.