Nichts als schöne Worte

Angeregt durch Arnes Verweis auf das schönste deutsche Wort, das der Deutsche Sprachrat 2004 gekürt hat, habe ich mir am Wochenende die Webseiten dieser Aktion noch einmal durchgelesen.

Am meisten an diesem denkwürdigen Wettbewerb hat mich dabei die Liste der häufigsten Vorschläge — nach Wohnorten der Vorschlagenden — begeistert:

  1. USA: Gemütlichkeit
  2. Schweiz: Liebe
  3. Österreich: Liebe
  4. Polen: Vergissmeinnicht
  5. Italien: Sehnsucht
  6. Slowenien: Liebe
  7. Bulgarien: Liebe
  8. UK: Schmetterling
  9. Finnland: Vergissmeinnicht
  10. Südkorea: Mutter
  11. Frankreich: Sehnsucht
  12. Niederlande: Fingerspitzengefühl

Ach, das endlose Potenzial für stereotype Witze, das diese Liste erschließt! Warum, warum nur gab es damals das Bremer Sprachblog noch nicht!

Einen dieser Witze will ich aber mit Ihnen teilen (man muss ihn auf Englisch erzählen, damit er seine volle Wirkung entfalten kann):

A Spaniard, a Frenchman and a German are arguing about which of their languages is most beautiful.

The Spaniard says, “Take the butterfly — in Spanish, we call it mariposa, a word most pleasing to the ear!”

The Frenchman disagrees: “That is nothing! In French, we call it papillion, which sounds much more beautiful!”

“Unt vat is wronk vis SCHMETTERLINK?” asks the German.

Ein Kommentar zu „Nichts als schöne Worte“

  1. erinnert mich an den baron “thunder-ten-tronckh” in voltaires “candide”. so haben sich franzosen damals wohl rumpelige westfalen vorgestellt … :)

Dies ist eine archivierte Seite des Bremer Sprachblogs, das von 2007 bis 2010 betrieben wurde. Anatol Stefanowitsch bloggt jetzt hier zu Themen rund um Sprache und Sprachen.