Notruf auf EinsExtra: Deutsch-Sanitäter im Einsatz

Aus tagesaktuellem Anlass möchte ich heute ein Thema, dem sich Anatol Stefanowitsch hier gewidmet hat, noch einmal aufgreifen. Die Sendung Wer rettet die deutsche Sprache? wird nämlich heute abend um 21:03 Uhr auf dem Fernsehsender EinsExtra noch einmal gezeigt.

Ich habe keine der früheren Ausstrahlungen gesehen, halte mich also erst mal nur an die Ankündigung auf der Seite von ARD Digital.

Da steht zu Beginn etwas Richtiges, nämlich die Tatsache, dass das Deutsche in der EU gemessen an der Zahl der Mutterspachler mit Abstand an erster Stelle liegt. Und es wird darauf hingewiesen, dass die deutsche Werbewirtschaft in letzter Zeit vom Englischen zunehmend wieder abgeht. Dies tut sie nicht aus einer Laune heraus, sondern weil sich gezeigt hat, dass selbst relativ simple Botschaften nicht immer ankommen. So dachten potentielle Kunden bei Every time a good time, gemeint sei „Jede Zeit ist Gottes Zeit“, was nicht zum Kauf eines US-amerikanischen Bratklopses animiert.

Es stellt sich also die Frage, warum jemand gefunden werden muss, der das Deutsche „rettet“. Vielleicht ja deshalb:

Wer aber durch eine Fußgängerzone in Köln oder Düsseldorf geht, glaubt in einer amerikanischen Stadt zu sein. Im Radio gibt es fast nur englischsprachige Lieder. Die angloamerikanische ‘Newspeak’, eine Sprachmischung aus Englisch und Deutsch, ist für viele zur zweiten Muttersprache geworden.

Wirklich? Ich bin in Düsseldorf aufgewachsen und bin noch öfters da, und was ich die Einheimischen sprechen höre, ist Deutsch, keine Mischsprache. Gut, im WDR laufen weniger deutschsprachige Titel, als es einigen deutschen Musikern lieb wäre, aber die deutsche Musikindustrie würde mehr davon produzieren, wenn sie sich besser verkauften als englisch gesungene.

Aus Weihnachtsliedern werden ‘X-mas-songs’, in einem Kaufhaus gibt es das ‘Adventure-Hemd’, die ‘Underwear’ und die ‘Casuals’.

Haben Sie jemals im Alltag jemanden auch nur einen dieser Begriffe sagen hören? Ich nicht.

Unlängst hat die ‘Stuttgarter Zeitung’ es unternommen, in einer Wochenendausgabe ganz ohne englische Vokabeln auszukommen - nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, berichtet der zuständige Redakteur.

Das wiederum glaube ich gern. Ich würde allerdings gerne hören, wie der Versuch ausgehen würde, eine Ausgabe einer Zeitung in englischer Sprache ohne jedes Lehnwort aus dem Französischen oder Lateinischen zu verfassen. Ohne Hilfe von Altenglisch-Spezialisten ginge da gar nichts.

Besonders die Kollegen vom Sport schafften es kaum, ohne Trainer und Coach auszukommen. […] Warum umarmen die Deutschen das Englische, die Sprache der Globalisierung, so bereitwillig wie keine andere Nation in Europa?

Das klingt wie eine Tatsachenbehauptung, ist aber Quatsch. Beispiel Sport: In einem niederländischsprachigen Fußballkommentar können Sie hören, dass ein match nicht durch einen corner, sondern einen penalty entschieden wurde, weil der linksback unsauber getackled hat. Aber das ist Fachsprache. Viel aussagekräftiger ist die Tatsache, dass im deutschen Fernsehen und in deutschen Kinos so gut wie alles synchronisiert wird, während das die Niederländer, die Belgier und die Skandinavier nur mit Kindersendungen machen. Das hat in erster Linie wirtschaftliche Gründe (die Märkte sind kleiner, und Synchronisieren ist viel teurer als Untertiteln), aber es hat Folgen: In unseren nordwestlichen und nördlichen Nachbarländern wird Englisch besser verstanden. Übrigens verstehen viele Niederländer in der Generation der ca. 40jährigen auch gut Deutsch, und das liegt zum Teil am großen Erfolg der Fernsehserie Derrick. Wenn man konstatieren will, dass der Einfluss des Englischen auf das Deutsche wächst, kann man das tun, ohne das Deutsche (und damit seine Sprecher) in die Ecke der unterwürfigsten Sprache Europas zu stellen.

Trotzdem: Im Zuge der Globalisierung ist gerade die deutsche Sprache, so Philologe Prof. Harald Weinrich, weiterhin in Gefahr…

Gerade die deutsche Sprache? Das halte ich für eine gewagte Prognose, wenn Professor Weinrich da korrekt zitiert worden ist. Es ist zwar richtig, dass es das Phänomen Sprachtod gibt und dass dieser Prozess sich in letzter Zeit weltweit beschleunigt hat. Aber dazu sind zwei Dinge zu sagen.

Erstens ist das Englische nicht die einzige Killersprache, die den Sprachen mit deutlich weniger Sprechen den Garaus zu machen droht oder schon gemacht hat. Im 20. Jahrhundert hat das Russische eine ähnliche Rolle gespielt. Und in unserem Teil Europas sind mehrere Sprachen tatsächlich vom Aussterben bedroht. Das Sorbische, das Rhätoromanische und das Sinti werden wahrscheinlich Mühe haben, sich gegen eine übermächtige Sprache zu behaupten – und zwar gegen das Deutsche!

Zweitens wissen wir (leider!) einiges darüber, wie Sprachtod zustande kommt. Dabei spielt eine wichtige Rolle, dass die Sprecher im Alltag neben ihrer Muttersprache eine zweite Sprache verwenden und irgendwann keine muttersprachliche Generation mehr nachwächst. Aber Zweisprachigkeit führt nicht automatisch zu Sprachtod – die Lage kann auch über längere Zeit stabil bleiben.

Das wissen wir, könnten die Deutsch-Sanitäter nun einwenden, und genau deshalb sollte man

für jenes unbefangene Vertrauen in die eigene Muttersprache werben, wie es Engländern und Franzosen, Polen, Spaniern und Italienern selbstverständlich ist

Die Stiftung deutsche Sprache argumentiert in ihrem „Netzauftritt“, aus dem das Zitat stammt, ganz vernünftig und moderat in diese Richtung. (Wohlgemerkt: Der Titel Wer rettet die deutsche Sprache? stammt von den ARD-Journalisten, nicht von der Stiftung deutsche Sprache.)

Bloß bin ich mir nicht so sicher, ob der folgende Aufruf ernst gemeint ist:

Rezützeln wir also unsere Muttersprache! „Rezützeln“: Das ist die Aussprache, die der unsägliche Import recyceln uns nach deutscher Sprechgewohnheit nahelegt.

Es geht also doch wieder in erster Linie um einen Kampf gegen Anglizismen. Wenn den Leuten von der Aktion lebendiges Deutsch sinnvolle Alternativen für englische Lehnwörter einfallen und die sich durchsetzen, prima. Nur, was hilft es, ein englisches Wort deutsch auszusprechen? Mag sein, dass mir an dieser Stelle die Ironie entgangen ist, aber es steht so auf der Startseite, und unter den 24 bereits gesammelten Eindeutschungsvorschlägen findet sich – noch? – keiner für „recyceln“. Da spreche ich doch lieber gleich von „wiederverwerten“. Obwohl: Im Karneval hat man mit einem Kostüm aus rezützelten Eiergraubehältern bestimmt die Lacher auf seiner Seite…

Angleichungen an das Deutsche passieren gelegentlich ganz von selbst. Jüngere Menschen als ich sprechen „Song“ mit einem stimmhaften S wie in „Socke“. Das liegt nahe, denn ursprünglich gab es im deutschen kein stimmloses S im Anlaut. Warum aber „Design“ häufig ein stimmloses S bekommt oder warum Substantive wie „Comeback“ oder „Makeup“ (völlig ungermanisch, in sprachlicher Hinsicht) auf der zweiten Silbe betont werden, kann ich mir nicht erklären. Ebensowenig, warum bei deutschen Basketballkommentatoren aus einem englischen dunk immer ein „Dunking“ wird. Es ist aber so. Diese Wörter werden dadurch unenglischer, aber nicht deutscher. Nur wäre z.B. „Schminke“ kein guter Ersatz für „Makeup“. Es mag sich um die gleiche Sache handeln, aber „Schminke“ hört sich an wie ein Berliner Gebrauchtwagenhändler. Es ist nichts Ungewöhnliches und kein Zeichen für abnehmende Vitalität einer Sprache, wenn die Sprecher ein Wort entlehnen, für das auch ein ererbtes Wort zur Verfügung steht.

Wenn – und vieles deutet darauf hin – die englische Sprache in Zukunft immer mehr von Nicht-Muttersprachlern gesprochen wird, muss man sich vielleicht eher Sorgen um den Zustand des Englischen machen. Das war natürlich ein Scherz: Die English only-Bewegung in den USA, die meint, das Englische gegen das Spanische verteidigen zu müssen, ist politisch motiviert. Und wenn sich eine Weltverkehrssprache Englisch mit einem drastisch reduzierten Vokabular (à la Globish) durchsetzen würde, hieße das noch lange nicht, dass Muttersprachler zukünftig auch so reden würden.

Ebensowenig wären Muttersprachler des Deutschen gezwungen, ihre Sprache aufzugeben, wenn sich einmal herausstellt, dass im Berufsleben generell nur noch Englisch gesprochen wird. Und ob dieser Fall wirklich eintreten wird, kann man auch nicht mit Gewissheit sagen. Vielleicht wird sich das Deutsche im Wirtschaftsleben gerade deshalb halten, weil ein Teil des Wortschatzes aufgrund der englischen Herkunft international verständlich ist. Eindeutschung wäre dann sogar kontraproduktiv, wenn man ernsthaft einen Niedergang der deutschen Sprache befürchtet.

11 Kommentare zu „Notruf auf EinsExtra: Deutsch-Sanitäter im Einsatz“

  1. Danke für den Programmhinweis, Andreas. Wem heute nicht danach ist, oder wer EinsExtra nicht empfängt, der kann sich diesen „Klassiker der Denglisch-Kritik“ (VDS-Webseite) auch am 5.3.2007 um 23:00 im NDR und am 8.3.2007 um 20:15 Uhr auf RBB ansehen. Und wie heißt es so schön? Ein Film sagt mehr als 1000 Worte.

  2. “Wer aber durch eine Fußgängerzone in Köln oder Düsseldorf geht, glaubt in einer amerikanischen Stadt zu sein.”

    Wirklich? Ich bin in Düsseldorf aufgewachsen und bin noch öfters da, und was ich die Einheimischen sprechen höre, ist Deutsch, keine Mischsprache.

    Stimmt. Doch gerade weil dem so ist, muss man sich fragen, warum der einheimischen Bevölkerung in ihren Städten ein Idiom zugemutet wird, das mit der Landessprache nichts zu tun. Die Ver(d)englishcung unserer Innenstädte durch Werbung und Beschriftungen aller Art ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sie sich kaum noch von dem Einerlei englischsprachiger Citys unterscheiden. Regionale Eigenheiten, eine Attraktion auch für ausländische Besucher, werden auf den kleinsten Nenner des BSE (Bad Simpel English) hunternivelliert. Das ist in Wotzels Doku erschreckend deutlich geworden.

  3. Vielfachpinsel,

    Die Ver(d)englishcung unserer Innenstädte durch Werbung und Beschriftungen aller Art ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sie sich kaum noch von dem Einerlei englischsprachiger Citys unterscheiden.

    Ich kann nur annehmen, dass Sie noch nie in einer englischsprachigen Stadt waren, oder dass es schon etwas länger her ist, dass Sie in einer deutschen Stadt waren. Anders lässt sich Ihre abstruse Behauptung nicht erklären — oder sind Sie am Ende gar ein Undercover-Agent des VDS…

  4. Ich kann nur annehmen, dass Sie noch nie in einer englischsprachigen Stadt waren, oder dass es schon etwas länger her ist, dass Sie in einer deutschen Stadt waren. Anders lässt sich Ihre abstruse Behauptung nicht erklären - oder sind Sie am Ende gar ein Undercover-Agent des VDS.

    Man braucht kein Undercover-Agent des VDS zu sein, um beim Gang durch unsere Innenstädte wahrzunehmen, dass sich ihr sprachliches Erscheinungbild immer stärker dem von anglo-amerikanischen Citys angleicht. Wie Andreas richtig anmerkte, kann die Verenglischung der Beschriftungen nicht von dem “Mann auf der Straße” ausgegangen sein. Die sprachliche Verunstaltung und Entheimatlichung unseres urbanen Umfelds - vom easy-Credit-Stadion in Nürnberg bis zu Sales im Basement der Kaufhäuser - wird den Bürgern von finanzkräftigen Konzernen und der Werbung aufgenötigt. Die Sprache lebt? Sicher, aber nicht aus sich heraus, sondern ein Großteil des Sprachwandels wird herbeigeführt von einer kleinen potenten Minderheit, die dafür bezahlen kann.

  5. Man braucht kein Undercover-Agent des VDS zu sein, …

    Nein, aber es hilft sicher.

    Die Sprache lebt? Sicher, aber nicht aus sich heraus, sondern ein Großteil des Sprachwandels wird herbeigeführt von einer kleinen potenten Minderheit, die dafür bezahlen kann.

    Sie können mir sicher eine Studie nennen, die das belegen würde? Nach meinem Kenntnisstand widersprechen nämlich sämtliche Ergebnisse der historischen Sprachwissenschaft Ihrer Aussage.

  6. Würde es denn helfen, wenn ich ein Undercover-Agent der Gesellschft für deutsche Sprache wäre? ;-)

    Nach einer Studie, die die Fremdbestimmung der Sprache durch kommerzielle Interessen untersucht, habe ich freilich vergeblich gesucht. Dieser augenfälligste Aspekt des Sprachwandels muss der Sprachwissenschaft bisher wohl entgangen sein. Vielleicht muss es erst noch happiger kommen, bis Linguisten dieses Thema für untersuchungswürdig halten.

  7. Nach einer Studie, die die Fremdbestimmung der Sprache durch kommerzielle Interessen untersucht, habe ich freilich vergeblich gesucht.

    Sie sagen es.

    Dieser augenfälligste Aspekt des Sprachwandels muss der Sprachwissenschaft bisher wohl entgangen sein.

    Genau: wenn Ihre subjektive Wahrnehmung nicht zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand passt, liegt der Fehler selbstverständlich bei der Wissenschaft (wie sagte Pippi Langstrumpf so schön: „Ich mach mir die Welt wiedewiede wie sie mir gefällt…“).

  8. Dass an den “objektiven” Heilsgewissheiten der Wissenschaft gelegentlich auch subjektive Zweifel angebracht sein können, zeigt der Klimawandel, der bis vor wenigen Jahrzehnten von den meisten Wisssenschaftlern als Panikmache abgetan wurde. So könnte es der Sprachwissenschaft auch mit der Anglismenflut ergehen, die sie beharrlich als ein harmloses Rinnsal kleinreden möchte. Vor dem Pipi-Langstrumpf-Effekt sind offenbar auch Sprachwissenschaftler nicht gefeit :-)

  9. Vielfachpinsel, ihr Vergleich mit der Theorie der globalen Erwärmung hinkt gleich auf zwei Beinen.

    Erstens waren es nicht die Wissenschaftler, die sie als Panikmache abgetan haben, sondern Politiker und vielleicht ein paar bezahlte Experten (und die tun das teilweise bis heute). Alle seriösen Klimaforscher haben die Theorie der globalen Erwärmung unterstützt, sobald entsprechende Daten vorlagen und alternative Erklärungen mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden konnten. Das mag manchem nicht schnell genug gegangen sein, aber Wissenschaft schreitet kleinschrittig durch genaue Datenanalyse und Auschluss von Alternativhypothesen voran und das dauert nun mal seine Zeit.

    Zweitens ist die Theorie der globalen Erwärmung gerade mal ein paar Jahrzehnte alt, die Datengrundlage war zunächst sehr dünn und angemessene Rechenmodelle (und die Rechner, auf denen die laufen konnten) mussten erst entwickelt werden. Im Gegensatz dazu ist die historische Sprachwissenschaft weit über hundert Jahre alt, hat eine reiche Datengrundlage, die für manche Sprachen mehrere tausend Jahre abdeckt, und ein Methodeninventar, dass so ausgeklügelt und umfangreich ist, dass manche Naturwissenschaft neidisch sein kann. Keine Wissenschaft ist unfehlbar, aber die historische Linguistik ist so solide, dass es sehr überraschend wäre, wenn ihre Erkenntnisse sich als völlig falsch herausstellen sollten. Und keine dieser Erkenntnisse deutet auch nur im geringsten darauf hin, dass die „Anglizismenflut“, von der Sie und Ihre Mitstreiter so gerne sprechen, einen tiefgreifenden Einfluss auf die deutsche Sprache haben wird. Ich frage mich übrigens, warum Sie glauben, dass wir Sprachwissenschaftler da etwas „kleinreden“ wollen — was in aller Welt hätten wir davon?

    Natürlich nimmt das Deutsche, wie jede Sprache, Lehnwörter auf für neue Dinge, Technologien, soziale Praktiken, usw. auf. Und natürlich sind die meisten dieser Lehnwörter derzeit englischen Ursprungs, so wie sie im 19. Jahrhundert französischen Ursprungs waren. Manche dieser Lehnwörter werden sich dauerhaft etablieren und in die deutsche Sprache integrieren und manche nicht. Die Beispiele, die Sie und Ihre Mitstreiter gerne anführen, gehören mit Sicherheit allesamt zu letzteren. Es mag Sie persönlich ärgern, wenn ein Ausverkauf mal als Sale bezeichnet wird oder wenn eine Firma ein Produkt Namens easyCredit verkauft. Das ist ihr gutes Recht. Sie dürfen auch amerikafeindlich sein. Auch das ist ihr gutes Recht. Der deutschen Sprache aber ist dass alles egal — da steht ihr ideologisch eingefärbter Eindruck gegen hundert Jahre objektive Wissenschaft. Ich weiß, auf wen ich da mein Geld setzen würde.

    PS. Ich werde übrigens keine weiteren Kommentare zu diesem Beitrag genehmigen — nicht, weil ich Sie zum Schweigen bringen will, sondern, weil ich es für Energieverschwendung halte, wenn wir bei einem alten Beitrag wochenlang diskutieren. Ich hoffe aber, Sie werden bei zukünftigen Postings zum Thema „Englisch in Deutschland“, die mit Sicherheit kommen werden, mitdiskutieren.

  10. denn ursprünglich gab es im deutschen kein stimmloses S im Anlaut.

    Nördlich des Weißwurstäquators (soweit ich weiß). Südlich ist es umgekehrt — dort gibt es überhaupt kein stimmhaftes S, nicht einmal zwischen Vokalen, auch nicht in der österreichischen Schriftsprache.

  11. Sehr spät, aber hoffentlich nicht zu spät hier noch mein - zwanglos passendes - Lieblingszitat von Pippi Langstrumpf (gehört im Film “Pippi und die Seeräuber, gesagt zu Thomas und Annika): “Ich sage nicht viel, aber was ich sage ist falsch.”.

Dies ist eine archivierte Seite des Bremer Sprachblogs, das von 2007 bis 2010 betrieben wurde. Anatol Stefanowitsch bloggt jetzt hier zu Themen rund um Sprache und Sprachen.