Nur ein kurzer Hinweis zwischendurch auf die Open-Access-Petition, die Lars Fischer beim deutschen Bundestag eingebracht hat. Er nennt die Hintergründe der Petition hier, und man kann sie hier elektronisch unterzeichnen.
Ich habe ja vor einiger Zeit hier ein paar Gedanken zum Open Access geäußert, außerdem habe ich einen Kommentar zu Lars Fischers Petition bei diesem konstruktiv-kritischen Blogbeitrag von Gehirn-und-Geist-Chefredakteur Carsten Könneker hinterlassen.
Zur Aktion Lebendiges Deutsch fällt mir diesen Monat nichts ein. Statt Casting wollen die Aktioneure zukünftig „Rollenbesetzung“ sagen, statt Incentive „Anreiz“. Der erste Vorschlag greift aktionstypisch zu kurz (bei Castings geht es nicht immer um „Rollen“), der zweite ist semantisch sicher richtig (weshalb Wörterbücher ja incentivegenau so übersetzen). Von der Konnotation (den mitschwingenden Assoziationen) ist Incentive natürlich enger, aber einen großen Vorteil sehe ich in keinem der Wörter (vor allem, da Incentives anscheinend wenig bringen). Im laufenden Monat wird eine Alternative für Spotlight gesucht. Ich empfehle den Aktioneuren, sich die Suche zu sparen und auch hier einfach ins Wörterbuch zu schauen. Weiter lesen »
Polizisten in Dallas haben in den letzten drei Jahren mindestens 38 Strafzettel für einen ungewöhnlichen Verkehrsverstoß ausgestellt — fehlende Kenntnisse der englischen Sprache: Weiter lesen »
Die Nürnberger Zeitung beschäftigt sich heute mit den beliebtesten Kosenamen Deutschlands und beruft sich dabei auf eine Studie aus dem Jahre 2005, über die ich auf jeden Fall berichtet hätte, wenn es das Bremer Sprachblog damals schon gegeben hätte.
Kosenamen sind ja allgemein eine merkwürdige Sache, da sie im Prinzip überflüssig sind. Namen sind weitgehend bedeutungslose Lautfolgen, die dazu dienen, Individuen sprachlich zu identifizieren, und jeder Mensch bekommt kurz nach der Geburt mindestens eine solche Lautfolge zugewiesen. Weiter lesen »
Anlässlich der Koalitionsverhandlungen wird ja dieser Tage wieder über die Frage diskutiert, ob die deutsche Sprache ins Grundgesetz aufgenommen werden soll. Dabei wird, wie immer, wenn dieses Thema auf der Tagesordnung steht, viel uninformiertes und unüberlegtes Zeug geredet. Besonders arg treibt es in dieser Hinsicht die Glosse eines gewissen Peter Bauer im Netzportal der WAZ.
Die Glosse fängt sehr merkwürdig an:
So weit sind wir jetzt also, dass die deutsche Sprache durch Aufnahme ins Grundgesetz geschützt werden soll - so wie Menschen, Meisen und Mücken.
Ich weiß ja, dass viele Journalisten Alliterationen lieben, aber Meisen und Mücken im Grundgesetz sind doch eine etwas verkrampfte Anspielung auf den Tierschutz (ich vermute, dass es um den gehen soll). Weiter lesen »
Die Badische Zeitung beschäftigt sich mit dem „Neuen Wörterbuch der Szenesprachen“ des Dudenverlags, das gerade in seiner zweiten Auflage erschienen ist. Unter der Überschrift „Neuer Duden für Jugendsprache“ folgt zunächst ein für solche Artikel ja obligatorische Absatz in angeblicher Jugendsprache: Weiter lesen »
Wie so oft war die Aktion Lebendiges Deutsch im vergangenen Monat wieder absolut vorhersagbar. Gesucht waren Alternativen für das Drive-In-Kino und den Drive-In-Schnellimbiss. Ich hatte das zugegebenerweise offen herumliegende Wort Autokino und auf Nachfrage auch das weniger offensichtliche Autoimbiss vorgeschlagen und die Aktioneure müssen eingesehen haben, dass diese Vorschläge nicht zu toppen sind: Weiter lesen »
Guido Westerwelles Weigerung, auf einer Pressekonferenz eine Frage auf Englisch zu beantworten, belustigt und empört derzeit Presse und Blogsphäre gleichermaßen.
Zunächst das Video, falls es jemand noch nicht gesehen hat: